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Projekttage Gesundheit, Fitness, Ernährung
Projekttage „Gesundheit, Fitness, Ernährung“

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Am 26.06. und 02.07. 2008 fanden für die Klassenstufe 9 an der Merz-Schule zwei Aktionstage im Rahmen des gesundheitsfördernden Schulprojektes „Fit in die Zukunft“ statt. An diesen Aktionstagen konnte sich jeweils eine der neunten Klassen in kleinen Gruppen mit verschiedenen Themen rund um ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensführung beschäftigen und durch Rollenspiele, Quiz-Wettbewerbe und Experimente spielerisch das eigene Wissen erweitern. Am Nachmittag des 26.06. motivierte ein sportlicher Projektteil außerdem zu körperlicher Aktivität.
Das Projekt wurde gemeinsam mit Sven Bach und Shoyue Au durchgeführt, die als staatlich geprüfte Diätassistenten und Ernährungsberater VFED langjährige Berufserfahrung haben und auch aus der ARD-Fernsehsendung „Buffet“ bekannt sind.

Die Gruppen wechselten im Laufe des Vormittags immer wieder Räume und Referenten, so dass sich jede Gruppe mit allen Projektteilen befassen konnte.

Herr Bach gewann schnell die Sympathie der Jugendlichen durch seine Offenheit, mit der er über Ess-Störungen wie Magersucht (Anorexie), Ess-Brech-Sucht (Bulimie) und Fettsucht (Adipositas) sprach. Er entlarvte viele Ernährungsirrtümer und beantwortete eher männlich besetzten Schülergruppen auch Fragen zu Muskelaufbau und optimaler Ernährung vor und nach dem Training.

Bei Frau Au konnten die Schülergruppen ihre Vorkenntnisse über Lebensmittel und Ernährung in einem Wissens-Quiz testen. Anschließend konnten sie durch Rollenspiele auf kreative Art und Weise neuerworbenes Wissen festigen, was abwechslungsreich war und den Schülern gut gefiel.
 

2.jpgFrau Höhne hatte im Bio-Saal Schülerexperimente vorbereitet: zunächst standen „Getränke auf dem Prüfstand“ und wurden hinsichtlich ihres Zucker- und Vitamingehaltes beurteilt. So mancher Schüler geriet bei der Erkenntnis ins Staunen, mit jedem Glas Limo etwa zehn Stück Würfelzucker zu sich zu nehmen. Würfelzuckerpyramiden vor verschiedenen Getränken wurden mit Hingabe errichtet und symbolisierten den Zuckergehalt auf augenscheinliche Weise.

Der Geschmackssinn konnte anschließend sensibilisiert und geschult werden: In einer Testreihe sollten Schüler anschließend den Unterschied zwischen Orangenfruchtsaftgetränk, Orangennektar und Orangensaft erschmecken.

Da Eisenmangel die häufigste Mineralstoff-Mangelkrankheit ist (immerhin jede zweite Frau in Deutschland bzw. 20 % der Bevölkerung sind betroffen), befasste sich die nächste Versuchsreihe mit der Eisenresorption (Eisenaufnahme) in den Körper. Schüler mischten Kaffee, Tee und andere Ge-tränke mit einer Lösung von zweiwertigem Eisen und konnten beobachten, wie viel Niederschlag an-schließend ausfiel. Folgerung: Die eisenreichste Mahlzeit ist für den Körper nicht gut aufzuschließen, wenn nach dem Essen Kaffe getrunken wird!

Zu guter Letzt wurden konventionell produzierter und ökologisch angebauter Feldsalat hinsichtlich ihres Nitratgehaltes verglichen. Nitrat wandelt sich im Körper in Nitrit um, kommen im Magen Amine hinzu, entstehen dann die gefährlichen Nitrosamine, die krebserregend wirken. Hier zeigte sich, dass der Bio-Salat deutlich weniger belastet war.

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In den Pausen nach jedem Projektteil kamen alle Schüler und Gesundheitsreferenten zum fröhlichen Erfahrungsaustausch zusammen und konnten sich nach Herzenslust an Ananas, Bananen, Orangen, Karotten und Fruchtsäften bedienen, um sich zu stärken. Von diesem gesunden Angebot wurde reger Gebrauch gemacht.

Bevor der Sportteil am Nachmittag begann, erfuhren die Schüler, dass regelmäßige Bewegung viele günstige Auswirkungen hat: So wird das Arterioskleroserisiko gesenkt, das Herz-Kreislauf-System entlastet, die Durchblutung der Gefäße und Organe verbessert, Bluthochdruck gesenkt, die Blutfett-werte werden positiv beeinflusst, der LDL-Cholesterinwert gesenkt, die Ausschüttung von Stress-hormonen gesenkt, Stress abgebaut, das Immunsystem unterstützt. Regelmäßige Bewegung soll sogar das Krebsrisiko senken und Allergien positiv beeinflussen.

Dass das Herz eines Ausdauersportlers viel weniger zu tun hat als das eines untrainierten Menschen, konnten die Schüler in einem Experiment erfahren, bei dem zwei Schüler 5 Liter Wasser (die Menge entspricht in etwa dem Blutvolumen des Körpers) mithilfe zwei verschiedener Schwämme in einen anderen Eimer pumpen sollten. Der eine Schwamm fasste dabei ziemlich genau das Schlagvolumen des Herzen eines Untrainierten, der andere Schwamm demonstrierte das Schlagvolumen eines Aus-dauersportlers. Die Schülerin, die das „untrainierte Herz“ benutzen musste, kam trotz anfeuernder Rufe offensichtlich schneller aus der Puste und musste für das gleiche Ergebnis viel häufiger pumpen.

Anschließend wurden bis zum Ausklang des Aktionstages Fußball und Volleyball gespielt.

 
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