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Projekt Stirlingmotor
An der Merz-Schule Stuttgart wurde an einem solargetriebenen Stirlingmotor gearbeitet und nun wurde das Projekt vollendet. Nach Plänen eines Entwicklungsbüros wurden die Rohkomponenten bearbeitet und zusammengefügt. Das Projekt wurde von einer Schülergruppe der Oberstufe im Team bearbeitet. In einigen der 5 Projektstufen waren auch Fertigkeiten in der Metallverarbeitung gefordert.

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Zunächst jedoch wurde das thermodynamische Funktionsprinzip erarbeitet: Luft wird erhitzt und wieder abgekühlt; die dabei auftretende Volumenexpansion und nachfolgende Kontraktion treibt über einen genialen Steuermechanismus einen Kolben an. Dieser setzt über einen Kurbelmechanismus einen elektrischen Generator in Bewegung.

An einem sonnigen Junitag war es dann soweit. Der Stirlingmotor machte unter der Einwirkung einer im Parabolspiegel konzentrierten Sommersonne seine ersten Zuckungen. Es klappt also: Durch 1,4 qm Spiegelfläche konzentriert konnte man am Erhitzerkopf eine Temperatur von 280 Grad Celsius erzielen. Das reichte gerade aus, um den mit 8 bar aufgeladenen Motor - wenn auch etwas mühsam - in Bewegung zu setzen. Die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in mechanische Energie ist also mit diesem System grundsätzlich möglich. In solarintensiven Ländern der Dritten Welt könnte diese Maschine im Leistungsbereich bis 1000 Watt kleine Bewässerungspumpen, häusliche Kühlaggregate, Beleuchtungskörper oder Nachrichtensysteme versorgen.


Die Deutsche Physikalische Gesellschaft hat uns als Anerkennung für diese Entwicklungsarbeit 2500,- DM gespendet. Die Stadt Stuttgart bewertete unsere Aktivitäten mit dem 2. Platz im Umweltwettbewerb "Lokale Agenda 2000".


Besonders gefreut hat uns, dass unser Projekt in die Projektdokumentation zum "Wettbewerb 'Konkrete Projekte zur Lokalen Agenda 21' 2000" des Ministeriums für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg Eingang gefunden hat.


 

Image Hier wird das Funktionsprinzip eines Stirling-Motors in einem Video einfach erklärt.

Zum Betrachten wird der RealVideo-Player (kostenfrei bei www.real.com ) benötigt.

Wir bedanken uns bei dem Entwicklungsbüro Dieter Viebach in Kolbermoor für die freundliche Genehmigung.
 
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