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Leitung: Beate Mangold-Birli
Die Schüler in den ersten zwei Grundschulklassen beginnen, indem sie Kupfer und Email bearbeiten. Sie lernen die beiden Materialien kennen und zunächst den Umgang mit Hebelblechschere, mit Feile und Schmirgel.
Es entstehen Emailbilder auf Kupfer, indem sie ohne Kontur malen, oder Konturen, die aus Kupferdraht gebogen sind, mit farbigem Email ausfüllen. Das Nächste ist das Treiben einer kleinen Schale mit dem Kugelhammer. Dabei erkennt man, dass Kupfer durch Glühen weich und durch Hämmern hart wird. Das Glühen des Kupfers geschieht mit einer Flamme, die über 1000 Grad heiß wird.
Im weiteren Verlauf der Grundschule lernen die Schülerinnen und Schüler eine Dose montieren, sie mit Silberlot zu verlöten, sie zu planieren und zu runden, zu verdeckeln und verböden, aufzusägen und fertig zu stellen. Daneben entstehen verschiedene gestalterische Arbeiten plastischer und halb-plastischer Art durch Treiben, Biegen, Schneiden und Löten.
Die eigentliche Goldschmiedearbeit beginnt in der fünften Klasse. Die Schüler erlernen jetzt die Goldschmiedetechniken wie das Montieren von Ringen, Anhängern, Broschen, Armreifen und Ohrringen. Sie bereiten das Silber vor, biegen, sägen, löten, schmieden, formen mit der Feile, glätten mit verschieden feinem Schmirgel und polieren. Nach dem Erlernen der ersten Grundtechniken sind die Schüler aufgefordert über ihre Arbeit in der Werkstatt selbst zu entscheiden, einen Stein auszuwählen und die Form ihres Schmuckstücks zu bestimmen. Sie lernen, die Fassung eines Steins vorzubereiten und das Fassen selbst.
In den oberen Klassen lernen die Jugendlichen ihr Material selbst aufzuarbeiten durch Schmelzen, Gießen, Walzen und Ziehen. Bis zur zehnten Klasse entstehen so Arbeiten mannigfacher Art, je nach der kreativen und handwerklichen Fähigkeit des Einzelnen.
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