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Leitung: Ulrike Meyer
In der Keramikwerkstatt wird vorwiegend mit weiß-brennendem, feinschamottiertem Ton gearbeitet, es steht jedoch auch rotbrennender Ton zur Verfügung. Die Brenntemperatur der Werkstücke beträgt beim Schrühbrand 950 °C, beim Glattbrand 1050 °C. Der elektrische Ofen hat einen Innenraum von 70 Litern.
Große Gefäße und Hohlkörper entstehen durch verschiedene Aufbautechniken: 1. Wulsttechnik: Dabei werden Rollen mit leichtem Druck aufeinander gelegt und anschließend innen und außen glatt verstrichen. 2. Plattentechnik: Hierbei wellt man Tonplatten auf Tüchern aus, lässt sie lederhart werden, um sie dann mit Schlicker zusammen zu montieren. Dieses Verfahren empfiehlt sich vor allem für eckige Gefäße, Rahmen oder Kacheln.
Etwaige Henkel werden frei geformt und mit Schlicker an das Gefäß montiert. Die Oberfläche der Werkstücke lässt sich noch durch das Eindrücken von Stempeln oder ähnlichem oder durch das Aufsetzen von plastischen Elementen bearbeiten. Beim vollplastischen Arbeiten, beziehungsweise beim Modellieren, werden zum Beispiel Tiere oder Figuren frei aus einem Klumpen geformt und anschließend ausgehöhlt, damit sie beim Brennen nicht zerplatzen durch etwaige Lufteinschlüsse. Größere Figuren werden mit Tonrollen aufgebaut in einzelnen Teilen und danach mit Schlicker zusammengefügt, was ein Gefühl für Proportionen erfordert.
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In der Grundschule ab Klasse 1 stellen die Schüler zu Beginn meist eine sogenannte Daumenschale her: Aus einer Tonkugel wird nur mit Druck der Finger eine halbrunde Schale geformt, um ein Gefühl für das Material zu entwickeln. Ansonsten arbeiten die Grundschüler mit den oben beschriebenen Techniken nach vorgegebenen Themen. So kann die Gruppe gemeinsam Schritt für Schritt vorgehen. Die individuelle Ausgestaltung ist jedem Schüler freigestellt.
Auch im Gymnasium werden bis zur Mittelstufe die Themen vorgegeben, wobei sich aufgebaute Gefäße mit plastischen Arbeiten oder Modellieren abwechseln. Auch hier sind der eigenen Kreativität nur Material bedingte Grenzen gesetzt. Ab der achten Klasse werden die Themen frei gewählt. Es entstehen Gefäße bis zu einer Höhe von 70 cm, Tiere, Figuren, freie organische oder geometrische Formen. Zudem besteht im Gymnasium die Möglichkeit des Freidrehens an der elektrischen Töpferscheibe.
Nach dem Schrühbrand können die Werkstücke individuell glasiert werden. Zur Verfügung stehen circa 20 farbige, glänzende beziehungsweise matte Glasuren. Außerdem gibt es Unter- beziehungsweise Aufglasurfarben, die mit dem Pinsel aufgetragen werden. Alle Glasuren sind bleifrei und spülmaschinenfest.
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